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Änderungsantrag FR-01-451-1

Veranstaltung: 38. Ordentliche Bundesdelegiertenkonferenz
Ursprungsantrag: Freiheit Grün Gestalten - emanzipatorisch und partizipativ, verantwortungsbewusst und solidarisch
AntragsstellerIn: Sven Lehmann (LV NRW) (Wurzelwerk-Profil)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 30.10.2014, 12:16 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 448 bis 466
II.8 Freie Entfaltung und selbstbestimmte Entscheidungen für alle Familien
In unserem Land gibt es eine große Vielfalt familiären Zusammenlebens, die alle unsere Anerkennung erfahren: Sie alle haben ein Recht darauf frei und selbstbestimmt ihren Alltag zu leben. Familie ist für uns Grüne da, wo Kinder sind und da, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen. Das tun sie in vielfältiger Form: Verheiratet oder unverheiratet, alleinerziehend, in Patchwork- oder Regenbogenfamilien oder in familiären Netzwerken über Generationen hinweg, die Menschen mit und ohne verwandtschaftliche Bindung einschließen. Der Staat muss diese Vielfalt des Zusammenlebens unterstützen und darf nicht ein einseitiges Leitbild vorgeben. Dafür müssen allerdings endlich die Voraussetzung geschaffen werden: ob über die notwendige Reform des Ehegattensplittings, über ausreichende Kita-Plätze, eine funktionierende Betreuungs- und Schulinfrastruktur, die Möglichkeit von Teilzeitstellen, das Rückkehrrecht auf Vollzeit oder die Absicherung von Phasen der Fürsorge. Hier sind sowohl Staat als auch Wirtschaft und Gesellschaft gefragt, emanzipatorische und partizipative Freiheit zu ermöglichen. Wenn zwei Drittel aller Eltern Erwerbs- und Familienarbeit partnerschaftlich aufteilen wollen, dies aber nur in sechs Prozent der Fälle im Alltag gelingt, ist das eine erschreckende Diskrepanz – und ein Auftrag an unsere Politik, den wir beherzt annehmen.
Gute Bildung ist der Grundpfeiler einer offenen Gesellschaft. Deshalb brauchen wir ein Bildungs- und Wissenschaftssystem, das den Menschen ermöglicht bewusste und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Eine pluralistische und lebendige Demokratie lebt vom Mitmachen der BürgerInnengesellschaft. Deshalb muss unsere Demokratie genügend Freiräume und vielfältige Bildungsmöglichkeiten bieten, damit neue Ideen entwickelt und getestet werden können.
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Begründung

mündlich


UnterstützerInnen

UnterstützerInnen:
Katja Dörner (KV Bonn), Rasmus Andresen (KV Flensburg), Wolfgang Strengmann-Kuhn (KV Offenbach-Stadt), Irene Mihalic (KV Gelsenkirchen), Sven Giegold (KV Düsseldorf), Daniel Köbler (KV Mainz), Sven-Christian Kindler (RV Hannover), Volker Beck (KV Köln), Terry Reintke (KV Gelsenkirchen), Conny Lüddemann (KV Dessau-Roßlau), Ulle Schauws (KV Krefeld), Sebastian Lüdecke (KV Mansfeld-Südharz), Clara Herrmann (KV Friedrichshain-Kreuzberg), Robert Zion (KV Gelsenkirchen), Hermann Ott (KV Wuppertal), Wolfgang Rettich (KV Bochum), Josefine Paul (KV Münster), Gönül Eglence (KV Essen), Maik Babenhauserheide (KV Herford)