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Änderungsantrag FR-01-191

Veranstaltung: 38. Ordentliche Bundesdelegiertenkonferenz
Ursprungsantrag: Freiheit Grün Gestalten - emanzipatorisch und partizipativ, verantwortungsbewusst und solidarisch
AntragsstellerIn: Sabine Lübke (KV Freiburg)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 01.11.2014, 12:00 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 182 bis 189
Fairer Wettbewerb und eine sozial-ökologische Marktwirtschaft sind ökonomische Pfeiler unserer Freiheitsordnung. Innovationsgeist, Unternehmertum und der Wettbewerb um neue Lösungen und Produkte sind Ausdruck wirtschaftlicher Freiheit, die wir stärken wollen. Doch ungezügelte deregulierte Märkte sehen wir ebenso als Bedrohung der Freiheit wie eine Machtwirtschaft, die durch Marktmacht und undurchsichtige Verstrickungen den Wettbewerb aushebelt. Wir haben und brauchen Partner in der Wirtschaft, gerade im Mittelstand, um die notwendige ökologische Modernisierung voranzutreiben.

Freiheit durch Autonomie

Kommerzialisierung vieler Lebensbereiche ist ein Ergebnis der wirtschaftlichen Freiheit, das auch zur allmählichen und unmerklichen Reduzierung und Untergrabung der Freiheit der Bürger führen kann. Daher ist es erforderlich, zentrale Bereiche der Kultur, der Kunst und der Wissenschaft mit Autonomie auszustatten, die nur der Kontrolle durch den Rechnungshof und das Parlament unterliegt. Kreativität und Querdenken beginnen häufig im Feld der Kunst und finden von dort allmählichen Eingang in die Diskurse des Mainstream. Der Staat muss diesen Jungbrunnen der Freiheit deshalb durch ausreichende Subventionierung und Verteidigung seiner Autonomie schützen.
Dieselbe Forderung ist für den Bereich der Wissenschaft zu erheben, wo in den letzten Jahren der Anteil der sog. Drittmittel aus dem Bereich der Privatwirtschaft einen immer größeren Anteil an der Wissenschaftsfinanzierung, vor allem der Naturwissenschaften, eingenommen hat. Hier ist deutlich gegenzusteuern und den Wissenschaftlern wieder ein Forschen jenseits von kommerzieller Verwertung zu ermöglichen. Dadurch wird auch der Objektivitätsanspruch der Wissenschaft wieder glaubwürdiger.
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Begründung

Dieser wichtige Aspekt fehlt noch völlig im Antrag FR-01.


UnterstützerInnen

UnterstützerInnen:
  • Walter Molt
  • Rudolf Witzke
  • Jörg Partsch
  • Vasili Franco
  • Rafal Piasecki
  • Hartmut Gündera
  • Walther Moser
  • Dietmar Ferger
  • Benedikt Kaukler
  • Horst Schiermeyer
  • Thomas Reimeier
  • Pascal Haggenmüller
  • Christine Redlingshöfer
  • Andreas Wießler
  • Silke Eisfeld
  • Ramon Katrein
  • Matthias Falk